Nachdem wir das Regenwaldgebiet verlassen haben und bereits zwei Tagen nach Süden in Richtung Paraguayische Grenze unterwegs sind, lässt auch das feucht tropische Klima endlich nach. Wir befinden uns wieder in einer Region mit gemäßigten Temperaturen. Aber die nächste extreme Landschaft wartet schon auf uns. Der „Gran Chaco“. Mit seinen Dornenbuschsavannen und Trockenwäldern streckt er sich vom Süden Boliviens über Paraguay bis in den Norden Argentiniens hinein.
Die Süd-Nord-Ausdehnung beträgt 1500 Kilometer und mit seiner Fläche von 647 500 Quadratkilometer ist der Chaco fast zwei Mal so groß wie Deutschland. Im Sommer ist diese Region extrem heiß und trocken. Durch das kaum besiedelte Gebiet führen nur wenige Straßen. Die Menschen die hier leben sind meist Mennonitische Siedler die als Farmer leben und indianische Nomaden. Wir wollen den Gran Chaco auf der Trans-Chaco-Route von West nach Ost durchqueren. Bereits in Bolivien erkundigen wir uns über die Fahrstrecke und den Zustand der Straßen. Mehrere Male fragen wir und bekommen die verschiedensten Antworten. Auch auf unseren beiden Straßenkarten sind unterschiedliche Routen eingezeichnet. Wir verlassen uns auf unser Bauchgefühl und fahren in Richtung „Canada Oruro“, einem kleinen Grenzdorf auf bolivischer Seite. Ein Bus mit Paraguayischen Kennzeichen kommt uns aus dieser Richtung entgegen und bestärkt unsere Entscheidung. Denn wenn der Bus es bis hierher geschafft hat, dann kann die Straße nicht so schlecht sein. Bevor wir die Grenz- u. Zollabfertigungsstation erreichen, müssen wir durch Militärgebiet fahren mit den üblichen Kontrollen. Dann erneute Kontrolle bei der Grenzstation. Der wirklich nette Grenzbeamte fragt: “Habt ihr genügend Wasser dabei?“ „Ja“ „ Habt ihr genügend Diesel dabei?“ „Ja“ „Habt ihr genügend zu essen dabei?“ „Auch das“ „ Von jetzt ab seid ihr alleine, bis nach Mariscal Escibarribia sind es in etwa 270 km, eine Strecke welche ihr unter normalen Umständen in ca. 4 Stunden schaffen könnt, wenn ihr euch aber auf der Strecke festfahrt oder verfahrt kann es Tage dauern, bis ihr in Mariscal ankommt.“ Das sind ja schöne Aussichten und sehr aufmunternd!! Außerdem weist er uns noch darauf hin, dass wenn wir Geld wechseln wollten, haben wir hier und sofort beim Ausgang noch mal die Gelegenheit. Da steht seine Ehefrau und wartet schon mit den Paraguayischen Geldscheinen in der Hand. Wir haben noch umgerechnet für 10 Euros Bolivianos übrig und lassen diese bei der Frau des Wachmeisters wechseln. Sie haut uns natürlich übers Ohr und tauscht sie uns zu einen unverschämten Kurs. Dies war uns im Voraus klar, aber was sollten wir mit den paar Bolivianos in Paraguay anfangen. Nochmals 40 Kilometer bis zur tatsächlichen Grenze. Erneute Kontrolle von Bolivianischer Seite, dann von den Paraguayos. Da es schon dunkel wird, fragen wir den Comandante der Paraguayischen Militäreinheit, ob wir heute Nacht neben dem Gebäude zum Übernachten stehen könnten. Kein Problem, sie bieten uns sogar die Duschen und Toiletten an. Am frühen Morgen kommt ein Grenzsoldat und möchte erneut unser Pässe sehen. Er schaut sie durch und lässt uns wissen da fehle zum normalen Ausreisestempel aus Bolivien der sogenannte „Touristenstempel“ von den bolivianischen Behörden. Da wir diesen nicht haben kostet uns dieser pro Person 10 US-Dollar wenn wir weiter fahren wollen oder aber wir müssen nach Bolivien zurückfahren. Natürlich gibt es einen solchen Stempel nicht. Wir wussten von der Korruption der Paraguayischen Beamten, aber von diesem Trick hatten wir noch nichts gehört. Michaela nimmt ihm die Pässe wieder ab und ich frage ihn nach seinem Namen sowie Dienstgrad und schreibe mir diese auf . Ich lasse ihn wissen: wenn es schon einen solchen Stempel gibt dann werden wir die 10 US-Dollar gewiss nicht bei ihm, sondern im Büro der Emigration zahlen. Und schon waren wir auch dieses Problem los. Keiner hatte hinterher jemals wieder nach einem solchen Stempel gefragt. Schleunigst machen wir uns auf den Weg, denn wer weiß was den „Brüdern“ sonst noch alles einfällt. Nach ein paar Kilometer sehen wir aus der Ferne ein dunkles Band. Es sieht aus wie eine breite Teerstraße. Nun, es ist keine Fatamorgana, es ist eine breite Straße mit neuem Teerbelag. An einigen Abschnitten sind sie gerade noch am Bauen. Und wie sich später herausstellte, ist sie durchgehend geteert, die ganzen 700 Kilometer bis Asuncion. Von dieser nagelneuen Teerstraße hat mit Sicherheit der nette und fürsorgliche Grenzbeamte in Bolivien auch noch nichts gewusst.
Zuerst müssen wir ins 230 Kilometer entfernte Mariscal Estigarribia, der nördlichsten Siedlung und militärischer Außenstation Paraguays, wo bei der Emigration unsere Einreisedokumente erstellt werden.
Es geht weiter auf dem Trans-Chaco. Den ganzen Tag ist uns noch kein Auto entgegen gekommen. Vielleicht sind wir die einzigen die heute unterwegs sind. Es gibt viele verschiedene Tierarten hier im Gran Chaco, darunter Jaguare, Ozelote, Tapire, Ameisenbären. Zu Gesicht bekommt man diese Tier aber nur in den seltensten Fällen. Schlangen und Taranteln trifft man schon häufiger an.
Unser nächstes Ziel sind die Mennoniten-Kolonien. 1927 kamen die ersten deutschstämmigen Mennoniten aus der Sowjetunion in die Abgeschiedenheit des Chacos. Während der kommunistischen Herrschaft in Russland wurde die Religionsausübung verfolgt. Hier im Chaco konnten sie ihren Glauben frei ausleben. Mennoniten sind Mitglieder einer streng protestantischen Gemeinde, die ihr Leben nach der Bibel ausrichten. Heute leben in drei Kolonien über 14 000 deutschsprachige Personen. Die meisten beherrschen nur die deutsche (zumeist plattdeutsche) Sprache. Das Zentrum bildet der Ort Filadelfia. Freunde von uns waren vor 18 Jahren hier in Filadelfia und gaben uns den Namen von einer Familie welche sie kennengelernt und bei denen sie übernachtet hatten. Diese Familie wollen wir nun besuchen. Wir fahren an den ersten Bauernhöfen der Kolonie vorbei. Uns fällt sofort die Ordnung und Sauberkeit auf. Eine alte Deutsche Tugend eben. Es ist Samstag Nachmittag, als wir im Zentrum von Filadelfia eintreffen. Der Ort wirkt wie ausgestorben. Ab Samstag Mittag sind ausnahmslos alle Geschäfte geschlossen. Also keine Lebensmittel, noch nicht einmal einen Geldautomat können wir finden. Nach langem Suchen, treffen wir dann doch auf eine Gruppe von Jugendlichen die wir zwecks Übernachtungsmöglichkeiten auf Spanisch anreden. Aber sie sprechen nur deutsch und geben uns auf Deutsch die gewünschte Auskunft. Da es schon Spätnachmittag ist, beschließen wir unseren Übernachtungsplatz zu beziehen und die Familie morgen zu suchen. Es ist schon seltsam zu wissen man ist irgendwo in Südamerika und es sieht aus wie in einem kleinen norddeutschen Ort. Am nächsten Morgen erfahren wir dann vom ehemaligen Arbeitgeber des Familienvaters, daß dieser bereits verstorben und die Familie nach dessen Tod nach Deutschland zurückgekehrt ist. Wir machen am selbigen Tag dann doch noch Bekanntschaft mit einem Mennoniten, der uns erzählt wie das Leben sich in dieser Kolonie sich so abspielt. Für uns ein sehr interessantes und lehrreiches Gespräch.
Es geht weiter auf der Trans-Chaco-Route. Neben der Straße passieren wir immer wieder kleine Zeltdörfer die aus Plastikplanen und Sperrmüll errichtet sind, in denen Indianerfamilien hausen. Gelegentlich bieten sie auch Arbeiten ihres Kunsthandwerks am Straßenrand feil. Wir haben noch 460 Kilometer vor uns bis nach Asuncion, der Hauptstadt Paraguays bzw. bis zur Argentinischen Grenze. Nach dem Grenzübertritt zu Argentinien übernachten wir an einer Tankstelle bei Formosa, denn es ist bereits dunkel. Die Tankstelle hat einen kleinen Minimarket. Wir kommen uns vor wie im Schlaraffenland. Auf ein solch großes Sortiment an Lebensmittel mussten wir die letzten Monate verzichten und dies ist lediglich ein Minimarket. Wir wollen so schnell es geht nach Uruguay zu den Thermen und uns dann ein paar Tage einfach treiben lassen nach den vielen Kilometern der letzten Tage. Eine Menge Wäsche steht zum Waschen an und einige kleine Reparaturen am Auto müssen durchgeführt werden. Bei Salto überqueren wir die Argentinisch-Uruguayische Grenze.
Uruguay ist ein kleines Land, bezogen auf seine Fläche und der Anzahl der Einwohner. Es hat 3,4 Millionen Einwohner von denen die Hälfte in der Hauptstadt Montevideo und deren Umland lebt. Anders als in den restlichen Ländern Südamerika gibt es in Uruguay keine Ureinwohner mehr. Die Menschen hier sind meist Nachkommen europäischer Einwanderer oder sie sind selbst eingewandert. Ein Großteil der Bevölkerung lebt von und in der Landwirtschaft bzw. Viehwirtschaft.
Ach ja, dann ist da noch das „Reisemitbringsel“ aus Bolivien. Seit vielen Tagen plagt mich ein großes Hühnerauge an der großen Zehe. Michaela begutachtet es und meint „das ist mittlerweile schon so groß, es wäre besser dieses von einer Fachkraft oder einem Arzt entfernen zu lassen. Zumal es zu einer Infektion kommen kann“. Ich glaube nicht, dass es ein Hühnerauge ist und mache mich mit dem Leatherman an die Arbeit. Vorsichtig schäle ich Schicht für Schicht die Hornhaut ab und schneide es anschließen auf. Zu unserer Überraschung, was kommt da zum Vorschein? Eine kleine weiße Made, um die 5 Millimeter groß. Vorsichtig ziehe ich sie mit der Zange heraus und reinige das „Nest“ mit Jod. Da hat doch so ein Bist tatsächlich meinen Zeh als seinen Brutplatz ausgewählt und ihre Eier unter die Hornhaut meiner großen Zehe gelegt. Glück im Unglück, die Wunde ist auf jeden Fall schnell und problemlos wieder verheilt.
Unser Weg führt uns zuerst zu den Thermen rund um Paysandu. Bei den Thermen von Almiron bleiben wir dann fast eine Woche. Die Wärme des Wasser tut uns richtig gut, denn seit Tagen ist es bitterkalt. Hier lernen wir eine nette Familie kennen. Rainer, ein Schweizer und seine Brasilianische Frau Josi sind vor 3 Jahren von Brasilien nach Uruguay ausgewandert. Wir werden von ihnen eingeladen. Sie leben mit ihren drei Kindern in einem kleinen Haus in der Nähe von Young in einer kleinen deutschen Mennonitensiedlung namens El Ombu. Ähnlich wie bei den Mennoniten in Paraguay, wird auch hier noch Deutsch gesprochen. Rainer und Josi zeigen uns das Dorf, ja ich darf sogar auf Roco ihrem Pferd reiten. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gebe ich aber auf. Es ist eben doch nicht ganz so einfach wie ich es mir vorgestellt habe, vor allem habe ich Probleme mit dem „Bremsen“ bei Roco. Bei „Oma Fast“, wie sie die verwitwete ältere Dame liebvoll nennen, werden wir zum schlafen einquartiert. Rainer muß am nächsten Tag zur Untersuchung seines lädierten Knies, – welches ihm vor einiger Zeit ein Pferd zufügt hat – nach Argentinien zur Untersuchung ins Krankenhaus.
Es spricht sich schnell im Dorf herum, daß zwei Deutsche hier sind. Ja es ist sogar eine kleine Attraktion, denn nur selten verirren sich Fremde in diese verschlafene Ecke. Verschlafen meine ich positiv, denn hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Nicht selten begegnet man Fahrzeuge, die mehr als 60 Jahre alt sind. Auch hier ist ein Pferd – wie in fast allen südamerikanischen Ländern – das natürlichste und häufigste Fortbewegungsmittel. Am Nachmittag sind wir von Armin zum Kaffee eingeladen. Die Einladungen gehen weiter. Am anderen Tag lädt uns noch mal Armin in ein Restaurant im nahe gelegenen Young zum Mittagessen ein. Am Abend sind wir dann von Elsa und Harry, einer jungen Familie mit zwei Kindern, zum Pizzaessen eingeladen. Harry hat die Schmiede seines Vaters übernommen. Heute ist die Schmiede mehr eine Werkstatt für Landmaschinen. Es ist für uns sehr interessant zu hören, wie es damals war als 1948 ihre Eltern hierher kamen und das Land besiedelten. Viele von ihnen leben heute nicht mehr und die Kinder haben mittlerweile selbst schon wieder Kinder aber es wird immer noch deutsch gesprochen, deutsch gedacht und deutsch gelebt. Die Deutschen haben dann auch meist untereinander geheiratet und sind größtenteils unter sich geblieben. Mittlerweile können auch fast alle hier die Deutsche Welle im Fernsehen empfangen und einen Computer mit Internet-Anschluß gibt es auch für die Öffentlichkeit. Nicht zuletzt durch das Knowhow von Rainer, der ihnen die Satellitenschüsseln moniert und ihnen in Sachen Internet zur Seite steht. Ja, Rainer werden wir nicht mehr sehen, denn das Krankenhaus hat ihn gleich zur Operation dort behalten und wir haben nicht mehr die Zeit länger zu bleiben.
Jede Reise geht mal zu Ende, auch unsere, zumindest hier in Südamerika. Wir wären gerne noch länger auf diesem wunderschönen Kontinent geblieben, aber die Reisekasse meldet „Ebbe“. So heißt es also jetzt, alles für die Rückkehr nach Europa zu organisieren und danach werden wir uns Gedanken machen, was wir nach unserer Rückkehr nach Europa machen werden, wollen, können….. .
Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg in die Hauptstadt Montevideo wo wir unsere Flugtickets in der Deutsche Botschaft abholen.
Unseren VW-Bus von Montevideo nach Hamburg zu verschiffen wäre zu schön gewesen. Die Rederei macht uns Probleme. Sie verlangt von uns, daß wir einen Spediteur beauftragen, der für uns den ganzen Transport abwickelt. Dies kostet natürlich wieder extra. Und das nicht wenig. So beschließen wir, dass wir noch mal nach Argentinien fahren und unseren VW-Bus von Buenos Aires aus verschiffen. Von hier aus können wir alles selbst erledigen und bei unserem Fahrzeug solange bleiben bis der Container verschlossen ist. Es handelt sich hier um die gleiche Rederei wie in Uruguay, nur eben ein anderes Büro in einem anderen Land. Es ist zwar für uns ein enormer Zeitaufwand, zumal wir wieder nach Montevideo zurück müssen da unser Flug von Montevideo nach Frankfurt gebucht ist, aber es kommt uns wesentlich günstiger. Also auf nach Argentinien. Bevor wir mit der Fähre von Colonia nach Buenos Aires übersetzen, verbringen wir noch zwei Tage auf einer Estancia. Dies war nicht wirklich geplant – was war schon geplant, seitdem wir unterwegs sind 🙂 – aber in Argentinien ist morgen ein Feiertag und die Zollbehörden arbeiten erst übermorgen wieder. Wir haben die Fähre vorgebucht; zwecks des Feiertags haben viele Argentinier das verlängerte Wochenende zu einen Kurzurlaub nach Uruguay genutzt und die Fähre ist ausgebucht. Wir bekommen zum Glück den letzten Platz auf der Fähre. Um 2:00 Uhr morgens brechen wir auf nach Colonia, da das Fährschiff bereits um 4:30 Uhr ablegt. Zuvor müssen noch die ganzen Aus- und Einreise- sowie die Zollformalitäten erledigt werden. Zum 15. Mal überqueren wir nun eine Staatsgrenze auf unserer Südamerika-Reise und diese ist die Einfachste. In fünf Minuten ist alles erledigt. Der Fluß „Rio de la Plata” ist bei Colonia so breit, dass das Fährschiff zur Überfahrt nach Buenos Aires drei Stunden benötigt. Rechtzeitig zum Sonnenaufgang treffen wir im Hafen von Buenos Aires ein. In Buenos Aires haben wir auf Grund des Feiertags kaum eine Chance noch ein Hotelzimmer zu bekommen. Die wenigen Campingplätze, die es in der Stadt und im Umland gibt, sind im Süd-Winter geschlossen. Auf dem Weg durch die Stadt sehen wir einige Militärcamping und überlegen ob wir fragen sollen. Wir wagen es. Michaela steigt aus und fragt den Militärposten welcher am Eingang mit seinem Maschinengewehr steht. Er lächelt in einer etwas sonderbaren Art und Weise und schüttelt den Kopf. Na gut dann eben nicht. So hat Michaela eine weitere Idee und wir fahren zum Yachtclub Olivos, wo auf einem bewachten Gelände die Boote der Mitglieder stehen. Wir sagen, dass wir aus Hamburg kommen und dort Mitglieder des Yacht und Kanu-Clubs sind und fragen, ob es nicht die Möglichkeit gibt hier zu Übernachten. Der Wachmann holt einen Verantwortlichen des Yachtclubs und wir werden freundlich aufgenommen. Wir haben sogar heiße Duschen. Seit drei Wochen frieren wir nun schon durch das nasskalte Winterwetter, das für hiesige Verhältnisse auch nicht normal ist. Unsere Standheizung läuft ebenfalls seit Wochen auf Hochbetrieb. Heute Nachmittag dann der Höhepunkt. Es beginnt zu Schneien. 1918 hat es zum letzten mal in Buenos Aires geschneit und das ist immerhin vor 89 Jahre gewesen. Für uns ist es kein Trost bei diesem historischen Ereignis dabei zu sein, wir freuen uns eher schon auf den europäischen Sommer. Am nächsten Morgen geht es erstmal per Taxi zum Büro von Hamburg-Süd. Der Taxifahrer ist sehr nett und versucht uns so etwas wie ein Fremdenführer zu sein. Immer wieder deutet er nach rechts oder links und erklärt was wir hier sehen. Als wir an dem „Militärcamping“ von gestern vorbeikommen sagt er: „Und das ist eines der wichtigsten und bedeutendsten Gelände in Buenos Aires, hier wohnt unser Staatspräsident Kirchner mit seiner Familie“. Tja, wir können jetzt schlecht lachen obwohl wir beide ein irrsinniges Zucken um die Mundwinkel verspüren, zumindest wissen wir jetzt warum der Militärposten für unsere Begriffe etwas sonderbar gelächelt hatte. Im Büro von Hamburg Süd angekommen wird uns noch einmal der Ablauf der Verschiffung erklärt. Auch erfahren wir, dass sich die argentinische Zollbehörde zusätzlich zu den bestehenden Hürden, eine neue Hürde einfallen hat lassen um die Touristen zu ärgern. Wir müssen bei einem Notar unsere Reisepässe beglaubigen lassen, dass diese echt sind und nicht gefälscht. Diese Verordnung gibt es seit zwei Monaten und was das für einen Sinn haben soll, bleibt uns ein Rätsel. Als wir bei der Zollbehörde ankommen, sagt man uns und der Schlange die bereits vor uns wartet, dass der Computer nicht funktionier und heute keine Anträge mehr bearbeitet werden können. Wir sollen morgen wieder kommen, vielleicht funktionieren ja die Computer bis dahin wieder. Das sind ja tolle Aussichten.
Die Zeit läuft uns davon, denn wir haben bereits unseren Rückflug gebucht. Mit neuer Hoffnung sind wir am anderen Morgen bereits Eineinhalbstunden vor Öffnung des Zollbüros vor Ort um nicht irgendwo hinten in der Warteschlange zu stehen. Wir sind aber nicht die Ersten. Jeder wartet gespannt bis die Tür aufgeht und hofft, daß der Zollbeamte mit positiver Nachricht erscheint. Die Computer gehen wieder, uns fällt ein Stein, nein ein Felsbrocken vom Herzen. Nun zählt jede Minute. Wenn wir heute nicht unseren VW-Bus in den Container bringen, haben wir ein riesiges Problem. Nach einer Stunde haben wir alle nötigen Stempel und Unterschriften – bis auf eine, die des obersten Zollchefs und der kommt nicht vor 14:30 Uhr ins Büro. Wir diskutieren mit den Zollbeamten und erklären ihnen unser Problem, aber das interessiert sie nicht. Den Verladetermin, den wir mit Hamburg-Süd vereinbart haben, müssen wir nun zum zweiten Mal verschieben. Hamburg-Süd kommt uns entgegen und gibt uns für heute nachmittag noch einen Verladetermin. Wir müssen jedoch spätestens um 18:00 Uhr unseren VW-Bus in der „Kiste“ haben, denn dann gehen die Arbeiter nach Hause. Um 15:00 Uhr haben wir Gott sei Dank auch die Unterschrift des Zollchefs und machen uns auf dem Weg zum Zollhafen, der im Süden der 14 Millionenstadt, am Rande der Elendsviertel liegt. Nun heißt es sich nur nicht zu verfahren. Verfahren – gesagt, getan. Zum Glück steht am Straßenrand ein Polizeiauto. Die Polizisten weisen uns den Weg zum Container-Terminal von Exalgon, wo sich der Zollhafen befindet. Ignazius ,ein junger Mitarbeiter von Exalgon hilft uns bei der Abwicklung der Verlade- u. Zollpapiere. Kurz vor 18:00 Uhr steht unser VW-Bus im Container. Der Container wird verriegelt und vom Zollbeamten verplombt . Geschafft !!! Nun müssen wir ins Stadtzentrum zurück um uns für morgen Früh noch ein Ticket für die Überfahrt mit dem Schiff nach Montevideo-Uruguay zu besorgen. Wie kommen wir nun ins Stadtzentrum zurück? Es ist bereits dunkel geworden und die meisten Taxis von Buenos Aires lehnen es ab, nach Anbruch der Dunkelheit in diese unsichere Gegend zu fahren, in dem der Container-Hafen liegt. Ignazius ist es wieder der uns hilft. Er organisiert uns einen Fahrer der uns im Auto des Securityservice in einen sicheren Stadtteil bringt, wo wir dann problemlos in ein Taxi umsteigen. Wir kaufen uns die Schiffstickets und lassen uns in unser Hotel zurückbringen. Total erschlagen aber zufrieden fallen wir heute in unsere Hotelbetten. Am nächsten Morgen geht es mit dem Tragflächenboot über den Rio de la Plata nach Montevideo. Um uns diese Stadt anzuschauen haben wir eigentlich zwei Tage eingeplant. Aufgrund der Verzögerungen durch den argentinischen Zolls bleibt uns nun nur noch ein Tag. Zu Fuß erkunden wir die Innenstadt, aber ehrlich gesagt, keiner hat mehr so richtig Lust. Gedanklich haben wir beide mit den von uns besuchten Ländern Südamerikas abgeschlossen. Am Abend gehen wir ein letztes mal Asado-Essen und lassen das Erlebte und die vielen Menschen die wir die letzten sieben Monate kennenlernen durften, Revue passieren.
Pünktlich zu unserem Abflug regnet es in Strömen. Die brasilianische Fluggesellschaft TAM bringt uns zunächst nach Buenos Aires wo wir mit der Alitalia weiter nach Rom fliegen. Nach 14 Stunden Flugzeit landen wir aus dem südamerikanischen Winter kommend im europäischen Sommer. Jetzt wissen wir auch wo die Sonne die ganze Zeit war. Mit voller Power empfängt sie uns. Unsere Winterklamotten sind nun überflüssig. Noch mal zwei Stunden Flugzeit bis Frankfurt. Als wir über Südtirol fliegen und unser Blick nach unten über die Bergwelt schweift, denken wir an Sepp, den 72 Jährigen Globetrotter und Bergsteiger aus Österreich den wir unterwegs öfter mal trafen und der zu uns sagte „ wisst ihr, ich war schon auf vielen Bergen dieser Welt, aber die schönsten Berge sind die Alpen“. Wie wahr, die Alpen sind wirklich wunderschön…..
Die Maschine von Alitalia landet pünktlich in Frankfurt. Ein Empfangskomitee wartet bereits in der Ankunftshalle, davon wissen wir natürlich bis zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Michaelas Eltern, Christian und Lydia, Michaelas Bruder mit Frau, sind seit 5:00 morgens unterwegs und wollen uns überraschen. Da sie nach einer Stunde nach Ankunft unseres Flugzeugs uns immer noch nicht zu Gesicht bekommen, werden sie langsam nervös. Was ist passiert? Unser Gepäck ist irgendwo zwischen Montevideo und Frankfurt hängen geblieben. Deshalb müssen wir erstmal bei Alitalia unseren Verlust melden. Da wir nicht die einzigen sind die ohne Gepäck angekommen sind, dauert dies eine geraume Zeit. Zum Glück gibt es das gute alte Handy noch. Nach Monaten schaltet Michaela zum ersten mal wieder ihr Handy ein und siehe da ein Meldung: „Wir warten in Halle B2“. Was für eine riskante und gelungene Überraschung. Mit Sekt, frischen Brezn und Bayerischem Bier werden wir empfangen .“ SCHEE DASS WIEDA DAHOAM SADS“ (Schön, dass ihr wieder zu Hause seid) steht auf einem Transparent. Schöner kann ein Empfang nicht sein. Wir sind überwältigt und die Tränen des Glücks fließen ungehemmt bei Michaela. Wir können einfach nur noch mal DANKE sagen.
Außer unseren beiden Familien möchten wir noch einmal allen danken die uns auf unserer Reise unterstützt haben und natürlich für Euer Interesse an unserem Reisetagebuch. Was wir momentan machen werden, wissen wir noch nicht so genau. Weiter reisen, sesshaft werden – keine Ahnung. Wir haben in den letzten beiden Jahren vieles gelernt, was wir ohne den Entschluß alles aufzugeben, nie erfahren hätten. Allen voran: Man plant, man hat eine Idee, eine Vision und das Leben lehrt einen: lebe das Leben, geniesse und lebe im Jetzt und im Hier, alles andere ist nicht in Deiner Hand.
Geld ist natürlich ein Faktor den auch wir nicht in unserer Welt und in unserer Zeit unterschätzen, denn auch wenn ein ausgefeilter Plan letztendlich nichts nützt, in unserer Zeit braucht man für alles Geld. Deshalb werden wir erstmal wieder arbeiten aber was, wo und wie das sehen wir dann. Wir versuchen in den nächsten Tagen erstmal geistig anzukommen und unsere Gedanken zu ordnen und Ideen zu finden, vielleicht auch wo und wie wir arbeiten können. Auf jeden Fall melden wir uns bei Euch wieder.
Ach ja unter der Rubrik „Menschen“ stellen wir Euch noch mal einige von vielen Menschen/ Freunden vor, die wir auf unseren beiden Reisen „Nordeuropa“ und „Südamerika“ kennengelernt haben. Und denkt an den irischen Spruch der auf der Anfangseite unserer Homepage steht
„ ES GIBT KEINE FREMDEN, NUR FREUNDE, DIE MAN NOCH NICHT KENNT“
Michaela und Raimund
Zum Abschluß nochmals unsere gesamte Reiseroute in Südamerika
The South-North extension is with it´s over 1500 km long and a surface of 647 500 squarekilometer nearly twice as much as Germany. This region is extremely hot and dry in the Summer. The area is rarely inhabitat and there are nearly no streets leading through. Most of the people which live here are Mennonite settler, working as farmers and as well Indian nomads. We want to cross the Gran Chaco on the socalled Trans-Chaco-Route from west to east. Already in Bolivia we try to get informations about the street, how are the road conditions and which way is the best to drive on. We ask several times and get several different answers. Therefore in the end we drive how our feelings tells us how to do and this is towards Canada Oruro, which is a small bordervillage on the Bolivian side. We are passing a bus with the lisenceplate of Paraguay and know in that moment: we can´t be wrong. If the bus did take the street, we will manage it as well. Before we come to the bordercontroll we have to pass a military area with the usual control. The costums officer on the border of the Bolivian side is very nice and thoughtful. He asks: “Do you have enough drinking water with you?” “Yes” “Do you have enough petrol with you?“ „Yes“ „Do you carry enough food with you along““ Yes even that” “From now on you are alone till Mariscal Escibarribia, about 270 km from here, a stretch which you normally can make under normal circumstances in about 4 hours. But if you loose your way or have a breakdown it can cause you a few days till you get there.” Wow, this are great prospects and really encouraging!!! On top of it he let us know, that in case we would like to change money, we could do that here right away. At the exit of the office his wife is awaiting us and there we change the rest of our Bolivian money which is about 10 Euros into Paraguayanos. Certainly the rating change is very high but what should we do with the rest of our money in a country where it is not valid. Now we have again 40 km to go to the actual border. Again there is a control and since it is getting already dark we ask the Comandante of the paraguayanian side if we may sleep in front of the barracks. No problem, they even offer us the bathroom facilities. Next morning one soldier comes over to our bus and want to see the passports again. As we do so, he tells us that there is no stamp which say that we are tourists. Only the exit stamp of Bolivia. In order to be allowed to enter Paraguay it is a must to have a tourist stamp. We have two possibilities: either we have to go back to Bolivia or we have to pay 10 US Dollars per person. Certainly there is nowhere such a stamp required. We did know about the corruption in Paraguay, we heard about several tricks, but never about this one. Michaela takes back from him our passports and I ask him what his name is and his rank and write it down in our book. I tell him that in case we will have to pay this 10 US Dollars we will do so, but not to him, we will pay it directly at the emigration office. Well and that was the solution for our problem, he disappeared quiet quick. So did we, you never know what comes next. After a few kilometres we see in a distance something black looking a bit like an asphalted street. Well it is not a Fatamorgana, it is a brandnew street made out of Asphalt! On some stretches they are still working to get it fixed but it is nearly finished all the 700 km down to Asuncion. We are sure, that even the very nice officer at the bordercontroll did not know about the new asphalted street.
First of all we have to go now to Mariscal Estigarribia, 230 km from here, which is the most northerly point where people live and as well a military camp of Paraguay. There we have to get stamped our immigration papers. We go further the Trans-Chaco Route. We don´t see a single car passing by the whole long day. Maybe we are really the only one for today. There are many animals in the Gran Chaco, like jaguar, ocelote, tapir, anteaters, but it is seldom to get to see them. Snakes and tarantulas are quiet often to see on this stretch.
Our next destination for today is the mennonite colony. In the year 1927 the first settler of mennonits of German origin did came from Russia to the isolation of the Chaco. In the time of communismn in Russia it was not allowed to belong to a religious community. Here in the Chaco the believers could follow their religion. Mennonits are members of a very strict protestant community which follow the rules in the bible. Nowadays there are three colonies with over 14 000 german speaking people living here. Most of them are only speaking the old low german – Plattdeutsch. The centre of the colonies is a city called Filadelfia. Friends of us have been here 18 years ago and gave us the name of a family living in this colony. We want to visit this family. We drive by farmer houses of the colony and first thing we recognice is how tidy everything is. An old German virtue. It is Saturday afternoon when we arrive and the whole city seems to be deserted. From Saturday midday onwards all shops are closed. No grocery stores are open not even an ATM machine we can spot. After a long time searching and driving through this city we see a group of youngsters and ask them in Spanish about where we could overnight here. But they only speak German and give us the answers in German. Since it is already late afternoon we decide to overnight at the backyard of a hotel and visit just tomorrow the family. It is quite strange to know that we are in the middle of Southamerika and everybody speaks to us only in German, it is like being in a village somewhere in North of Germany. Next morning we hear that the family we wanted to visit is back in Germany, since the father of the family died.
Later on we meet another person of the colony who tells us all about living here in a colony and this is very interesting.
We are going further on the Trans-Chaco-Route. Next to the street there are tent-villages where the Indian families are living. This tents are made out of plastic and rubbish, all what they can find on the streets. Sometimes you can see handcrafts which they are selling. We still have 460 km in front of us till Asuncion, which is the capital of Paraguay and as well the border to Argentina. After we have crossed the border to Argentina it is already dark, Therefore we decide to overnight at a petrol station. In the perolstation there is a minimarcet and we feel like in paradies. What an enourmous variation of groceries and other stuff. In Bolivia and Paraguay we never had such a variety. Now we want to go as quick as we can to Uruguay to visit the different thermal bathes where we want to stay a bit longer, to relax, doing washing as well some reperation on the car. At the town of Salto we cross the border to Uruguay.
Uruguay is a small country, landwise and as well the amount of population. Just 3,4 Millions inhabitants are living here and about half of them live already in the capital of Uruguay – Montevideo. Different then in the rest of South America there are no more native inhabitants. The people here are the descendants of European immigrants. Most of the people are living on agricultur or cattle breeding.
Oh I nearly forgot, I did bring with me a souvenir from Bolivia. Since a few days I really had pain with a corn in my big toe. Michaela look at it and says “ It is already so big, that we should consult a doctor to let it remove, especially to make sure that you don´t get an infection.” I don´t believe that this is a corn and so I take out my leatherman and cut away the skin around. Well what a surprise is awaiting us! A small (approx. 5 mm) maggot is to see. I get it out with a forceps and we clean the hole with iodine. Which beast have been choosing my toe as a nest, we don´t know and maybe that´s even better. The wound is healing quite quick and that’s good.
Our way leads us to the thermal bathes around Paysandu. At the thermal bath of Almiron we nearly stay a week. The warm water is especially good for us since it is icecold since a few days. Here we meet a very kind family: Rainer, from Switzerland who is married to Josi from Brasil with theire three kids. They lived in Brazil but have moved over to Uruguay three years ago. They invite us to visit them in a village named El Ombu near Young, which again is a colony of Mennonits. As well here in this colony in El Ombu, people speak as first language German. Rainer and Josi show us the village and I myself try to ride on Roco, the horse which belongs to Rainer. But I have a bit difficulties in riding, especially because I don´t know how to stop Roco. So I decide I better leave it. We get a sleeping place at the house of grandma “Fast” how they call the widow lovingly. Next day Rainer have to go to a hospital in Argentina for a health examination – a few month ago one of the horses did hurt his knee badly.
It gets around quick that two Germans are in El Ombu. Well we actually have to say, we are nearly a kind of attraktion it is quite seldom that foreigners are passing by. El Ombu is a really nice, charming and quiet village, where you have a bit the feeling that time stands still. You often see old cars which are older then 60 years. A horse is still the most means of transportation – that’s what we found all over South America. In the afternoon we get a tea-time invitation from Armin. This invitation is just the start of many others. Next day Armin invites us again into a restaurant for lunch in the near the town of Young. In the evening we are invited in Elsa and Harry´s house for Pizza , a young family with two girls. Harry did take over the smithy of his father. Today the smithy is more a workshop for agriculturale machines. It is very interesting for us to hear how it have been in 1948 as his parents did come over to Uruguay to settle down here. Some of them are not living anymore but got kids and the kids already have kids again and still it is like in the beginning of the time when they settled down. They speak German, they act German they even think in German. There are more German colonies then just this one and so they even marry German to German. Meanwhile most of them even receive German TV and radio and as well there in one computer with internet connection. Especially since Rainer is living here, he puts up the satellite dishes and he knows all about the internet. Unfortunatly we will not see Rainer any more, since the hospital in which he is, decided to do the operation on his knee right away and we are running out of time.
Yes, this journey is coming to an end, unfortunatly. We would have liked to stay here longer but our travelbudget is running short. Therefore now we have to arrange everything for our return to Europe and once we are there we will think it over what we will, want or can do next.
So first of all we drive to the German embassy in Montevideo to pick up our flight tickets which let send there to.
Originally we wanted to ship our VW Transporter from Montevideo to Hamburg. That would have been the best to do. Unfortunatly the shipping company could not cope with that. We have to have an agent who is arranging everything for us. That means it will cost a lot more. Therefore we decide to go back once more to Argentina – Buenos Aires because there we can do all by ourselfes and we can stay with the bus till he is in the container. It is the same company which we would have taken in Uruguay, but there it is not possible in the way it is in Argentina. All in all it is much more time what we need, especially since after we have arranged everything with the bus we have to go back again to Montevideo where our flights are going out; but it is much cheaper to do it this way. Up we go. Before we cross over by ferry from Colonia to Buenos Aires we stay another two days on an estancia. This was not planned – well what was really planned on our whole trip :-), but tomorrow is a holiday in Argentina and all offices are closed. Because of this holiday we book the ferry in advance, since a lot of Argentinians will take this long weekend for a short trip over to Uruguay and then on Monday back again. We did good, the ferry is nearly sold out when we book it. At 2.00 am we drive to Colonia, the ferry leaves at 4.30 am. First we have to get all papers stamped for the entry to Argentina. This is now the 15th time that we cross borders and this is the easiest one. In just 5 minutes everything is settled. The river “Rio de la Plata” is at this point so wide, that the ferry needs for the crossing 3 hours. With the sunrise we arrive in Buenos Aires. Because of the holiday there is no chance for a room in a hotel. The few campgrounds which are here are closed, it is Winter in South America. On the way through the city we see some military campgrounds and think it over if we should ask there for camping. We venture it, Michaela goes out of the car and asks the soldier who is standing there with his machine gun if it would be possible to camp here for one night. He smiles to us in a bit strange way and shake his head, no way. At least we tried it. (Solution for the strange smile, you will find a bit further down in the report). Michaela has another idea: we will ask at the Yachtclub Olivos, where in a guarded area the motorships are stored. We tell them that we are from Hamburg and belong there to the Yachtclub Hamburg and if by any chance it would be possible to overnight on there ground. The security officer calls for the person in charge and he decides that we are very wellcome. We even have hot showers! Since three weeks now it is really cold, even for Argentinian standarts it is extrem cold. Our heating system is more or less running all the time. In the afternoon we are in the middle of a historical event. Since 1918 it has not snowed, 89 years ago! I can´t really say that we are happy about that and longing from now on even more for the European summer.
Next morning we drive by taxi to the office of Hamburg Süd. The taxi-driver is really nice and try to be our local guide. He points out to the right and left explaining what we see. At that point we are passing the military camp from yesterday he tells us: “Well and this terrain which you see here is one of the most important for us, our president Kirchner lives here with his family”. Well we try not to lough out, now we know, why the soldier did smile to us in this special strange way. As we arrive in the office of Hamburg Süd we get to know, that the custums have new regulations for the tourists. We have to visit a notary, who then signs a paper that our passports are valid. This new rule is since two month and nobody actually know what sence it makes. At the customs office the officer tell us and a lot of other people waiting, that they have a computerbreakdown and Therefore they are not able to work out the papers. We should come again tomorrow, maybe by then the computers are fixed. We and all the others are not happy about that, but there is nothing what we can do about it.
Well now we nearly run out of time, our flights are booked fix. Next day about 1 2/2 earlier as the costums office is opening we are there with new hope. We wait and hope that the officers will open the door with good news. Yes, the computers are working again and so we are really really happy. Every minute counts now. If we don´t manage to get our bus into the container harbour, then we really have a big problem. After already one hour we have all papers with the necessity signatures, no not all, one is missing. The officer tells us that the boss of the custums have to sign the papers as well, but he will arrive just at 2.30 pm. We discuss with the officer and explain that we have an appointment at the harbour, but they do not care. It is our problem. So we call the office of Hamburg Süd and ask for a second appointment. They are so nice to arrange this, but remind us that we have to come es soon as possible, since the workers are going home at 6 pm. Means, if we can´t manage till that time, that our bus is locked in the container, it would be then the next day. At 3 pm we have as well the last signature on our paper and now we have to drive as fast as we can to the container harbour which lies at the edge of the 14 million city directly next to the slums of Buenos Aires. We have to concentrate and look carefully onto our streetmap to make sure not to loose our way and end up in the slums. And certainly we did take the wrong road. But God thanks, a police car stands next to the street and so we stop to ask him the way. He shows us the way and finally we are at the container terminal of Exalgon. There is already Ignazius, a young member of the staff of Exalgon waiting for us and helps us with the costumspapers. Shortly before 6 pm everything is done, the bus is in the container and the costums seals it. Now we have to go back into town to buy a ticket for tomorrow back to Uruguay Montevideo at the ferryterminal. But how we can go back? It is already dark and most of the Taxi drivers of Buenos Aires refuse to drive out here at this time of the day to the harbour of Exalgon since it is next to the slums. Again Ignazius helps us. He organizes a driver of a security company which brings us with his car to a secure part of the town, from where we then can find a taxi. We buy the ferry tickets and go back to our hotel. Tired and knocked out we fall into our beds and sleep to the next morning.
We catch the hydrofoil over to Uruguay and then from Colonia to Montevideo we have to go by bus. Actually we have planned two days for this city, but through the lots of delays we actually just have left one day. On foot we walk through Montevideo but honestly to say, both of us don´t really feel like doing this. Actually we have ended with South America. In the evening we go out for dinner, our last Asado in South America and while we are there we recall the last seven month with all the wonderful people we met.
Punctually for taking off it rains like cats and dogs. With the Brazil airline TAM we fly to Buenos Aires. From there it goes on with the Alitalia to Rome. After 14 hours flying time we land from the South American winter into the European summer. Now we know where the sun has been all the time. It is really hot and we immidiatly take off our pullovers. Two hours flying time to Frankfurt. As we fly over South Tyrolia and we look down to the mountain range, we have to think of Sepp, the 72 year old globetrotter and hiker from Austria whom we met a few times: “I tell you, all over the world I have been climbing mountains but the most beautiful ones are the alps.” How true, the alps are really beautiful…..
The plane lands punctually in Frankfurt. In the entryhall of the airport there are already four people awaiting us. The parents of Michaela, Christian her brother and Lydia his wife are already since 5am on the road to surprise and receive us. At this time we don´t know that. After one hour of waiting were we are still not here, they get nervous. What has happened? Our luggage is somewhere between Montevideo and Frankfurt. Therefore we have to go to the lost baggage counter to inform them. Since we are not the only one without lugguage it takes quite a while. Michaela is switching on her cell phone for the first time after all this month and it still works. There is already a message on it saying: “We wait for you in Hall B 2”. What a surprise, we are wellcomed with champagne, beer and Brezn (typical Bavarian bread) and a sign saying: “.“ SCHEE DASS WIEDA DAHOAM SADS“ (How wonderful to have you back home again). It could´nt be more wonderful. It is overwhelming and Michaela cries a river of tears out of happiness. Again we once more can just say THANK YOU.
Apart from our both families we would like to thank all of you, which have helped us on our journey and certainly for your interest in reading our diary. What we will do from now on, we don´t know till now. Travelling, settling down – we have no idea. We have learned the last two years a lot, which we never would have learnd if we would have stayed back home and go onto our normal life. The main thing we learned: You plan, you have an idea, a vision and life teaches you: live right now, enjoy and live now and here, all the other things are not in your hand.
Money is certainly an aspect which we know, you have to have it in order to realize a plan. Therefore first of all we will work again but what, how and where, we don´t know till now. Before we do that we have to come down in our thoughts, we have to settle our thougts and get ideas what we could and want to do next. But for sure you will here from us soon.
And don´t forget to look into our category „Friends“, here we have some pictures from people/friends we met during the trip in „Northern Europe“ as well than „South America“.
As well don´t forget the Irish proverb
„There are no foreigners, just friends we don´t know till yet.“
Michaela und Raimund
Here the map of our complete route through South America











