Bolivien Sucre – Samaipata – Santa Cruz – Urubicha – Yaguaru – ConcepcionBolivia Sucre – Samaipata – Santa Cruz – Urubicha – Yaguaru – Concepcion

Anna und Victor, die Hostalbesitzer, haben uns einen schönen Abschied beschert. Sie geben uns Pachamama mit auf den Weg, eine kleine Figur die die Nachbildung der Inka-Göttin Mutter Erde darstellt, um uns auf unserem weiteren Reiseweg zu beschützen. Nirgends wo haben wir uns auf unserer Reise bisher so wohl gefühlt und an keinem Ort solange aufgehalten wie hier in Sucre.

... Michaela und Anna

... Michaela und Anna

Nach 18 Tagen wird es endlich wieder Zeit aufzubrechen um Neues zu entdecken und kennenzulernen. Unser Weg führt uns weiter durch das Hochland von Bolivien. Die ersten Kilometer aus der Stadt sind noch geteert, dann geht die Straße in eine Ripiopiste (Wellblechpiste) über. Diese führt uns über zerklüftete Berge bevor sie sich eine Zeitlang seitlich am Flussbett entlang schlängelt.

...kurz nach Sucre, die Straße (links im Bild) schlängelt sich am Flussbett entlang

...kurz nach Sucre, die Straße (links im Bild) schlängelt sich am Flussbett entlang

Immer wieder sind ganze Straßenhälften abgebrochen und über den Hang abgerutscht. Vor uns sehen wir einige LKW`s in Schlange stehen. Wir müssen anhalten, was ist passiert? Raupen beseitigen einen Steinschlag der anscheinend letzte Nacht abgegangen ist. Nach einer Stunde geht es wieder weiter. Wir kommen nur mühsam voran auf der schlechten Straße. Für die letzten 60 Kilometer haben wir sage und schreibe drei Stunden gebraucht. Dafür erleben wir die Landschaft umso intensiver.

... Blick von der Passhöhe ins Flussbett des Rio Caine

... Blick von der Passhöhe ins Flussbett des Rio Caine

Jetzt wird uns klar warum die meisten Straßen in Bolivien so schlecht sind. Der Bevölkerung sind die Straßenzustände unwichtig, da die wenigsten sich einen PKW leisten können. Es sind nur wenige Autos unterwegs, meist sind es LKW’s oder Überlandbusse, welche überwiegend Nachts fahren.

... Bauernhof unterwegs

... Bauernhof unterwegs

Wir fahren an Bauernhöfen vorbei, die oft kilometerweit voneinander entfernt liegen. Dörfer sind eher seltener. Uns erinnert die Gegend an die Kaffee-Werbung aus dem Hochland, die es vor Jahren mal im Werbe-Fernsehen gab.

... Hochland, da wo der Kaffee wächst

... Hochland, da wo der Kaffee wächst

Ein junger Bauer mauert gerade einen Kasten für den Zähler der Stromversorgung, die er in den nächsten Tagen bekommt. Seine beiden Kleinkinder, bekleidet mit einer Unterhose und einem T-Shirt, laufen barfuss über den Hof obwohl die Sonne schon seit 20 Minuten unterging und es sehr kalt ist. Wir sind immerhin noch auf 3500 m über Meereshöhe. Der junge Bauer erlaubt uns mit unserem VW-Bus auf seinem Grundstück zu übernachten. In Windeseile hat es sich herumgesprochen, „zwei Außerirdische sind mit ihrem VW-Bus gelandet“. Alle Kinder aus der näheren Umgebung beobachten uns in sicherer Entfernung. Am nächsten Morgen hören wir schon vor Sonnenaufgang Kinderstimmen vor unserem VW-Bus. Nach dem Öffnen unserer Schiebetür am VW-Bus sind urplötzlich alle wieder verschwunden.

... Indigena-Bäuerin auf dem Nachhauseweg

... Indigena-Bäuerin auf dem Nachhauseweg

Gleich neben unserem Standplatz ist der Dreschplatz. Gemeinsam mit den Nachbarn wird das Trennen von Stroh vom Getreide noch von Hand ausgeführt. Es ist Sonntag gegen 8:00 Uhr morgens und die beiden Nachbarfamilien erscheinen mit ihren Strohgabeln zum Dreschen. Wir müssen leider wieder weiter, denn wir haben heute noch eine weite Strecke vor uns. Unser Tagesziel heißt Samaipata. Eine Zeitlang führt uns die Straße aus dem Nebel heraus und wir fahren hoch über dem Nebelmeer.

... über dem Nebelmeer

... über dem Nebelmeer

Der Nebel zieht sich vom Regenwald des Tieflandes über die Kämme der Cordillera Oriental hoch und bettet sich in die Täler des Hochlandes ein. Später geht die Straße wieder bergab und führt direkt in die Nebelbrühe. Es folgen fünf Stunden Fahrt durch Nebel auf schmierigster Schlammpiste, die wir so schnell nicht vergessen werden. An vielen Stellen ist die Fahrspur nur eine Fahrzeugbreite breit und es geht einige hundert Meter senkrecht den Abhang hinunter.

... Schlamm und Nebel, kaum was zu erkennen

... Schlamm und Nebel, kaum was zu erkennen

Wir überlegen, sollen wir im Nebel stehen bleiben oder weiterfahren? Was ist wenn es noch mehr regnet ? Kommen wir dann überhaupt noch durch oder bleiben wir im Schlamm stecken? Viele Fragen gehen uns durch den Kopf. Was ist richtig? Wir fahren weiter. Immer wieder halten wir an wenn es die Situation zulässt und machen unsere Scheinwerfer vom Schlamm sauber um besser gesehen zu werden. Von den wenigen Fahrzeugen die uns entgegen kommen sind die meisten unbeleuchtet oder die Beleuchtung ist defekt. Vor uns ist ein LKW von der Straße abgerutscht. Gott sei dank auf die Berg zugewandte Seite. Zwei Männer probieren es mit freischaufeln. Wir können nicht anhalten, sonst rutschen wir selber ab. Nun ist uns klar, Autofahren in Bolivien ist nicht nur ein Abenteuer, es kann auch sehr gefährlich werden. Es ist bereits Nachmittag, als sich der „Nebelvorhang“ lichtet. Welch eine Wohltat für die Augen. Wir haben noch 30 Kilometer vor uns bis nach Comarapa, wo auch wieder die Teerstraße beginnt. Die restlichen 120 Kilometer bis Samaipata sind dann nur noch ein Klacks.

... „Kräuterfrau"

... „Kräuterfrau"

In Samaipata bleiben wir ein paar Tage bei Pieter und Margarita, einem holländischen Paar, das seit 20 Jahren in Bolivien lebt und neben ihrer Heilkräuter-Farm auch einen kleinen Campingplatz betreiben. Bevor wir aber das Hochland nun endgültig verlassen, wollen wir noch eine Tagestour in den Bergnebelwald unternehmen.

... Bergnebelwald, mal ohne Nebel

... Bergnebelwald, mal ohne Nebel

Hierfür benötigen wir einen Führer, ohne ist es nicht erlaubt, der uns wieder sicher aus dem Dschungel bringt. Pieter organisiert diese Tour und ruft seinen Freund Frank an, der schon sieben Jahre in Samaipata lebt und zuvor als Banker in Hamburg sein Brot verdiente. Am nächsten Morgen holt uns Frank mit seinem Jeep ab. Unterwegs nehmen wir noch zwei Deutsche mit. Heidi und ihre Tochter Sonja aus Erlangen. Sonja macht gerade ein freiwilliges Jahr als Kindergärtnerin in einem kleinen Dorf unten im Regenwaldgebiet und ihre Mutter ist zur Zeit für drei Wochen auf Besuch hier. Nach einer Stunde Fahrt im Jeep lassen wir die letzten Pfirsichplantagen hinter uns und der Weg endet irgendwo im Bergnebelwald. Nun geht es zu Fuß weiter. Frank mit einer großen Machete voraus.

... Frank, Michaela, Sonja und Heidi im Dschungel

... Frank, Michaela, Sonja und Heidi im Dschungel

Die Besonderheit dieses Bergnebelwaldes sind seine Riesenfarne. Auf dem Weg zum Bergkamm durchqueren wir verschiedene Vegetationszonen. Oben am Gipfel angekommen haben wir einen sensationellen 360° Rundblick über die Gipfel der Riesenfarne und das gesamte Nebelwaldgebiet. Untypischerweise haben wir den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein. Von der Tierwelt haben wir außer ein paar Schmetterlingen und Papageien nicht viel zu Gesicht bekommen. Auf dem Rückweg zeigt uns Frank eine frische Jaguarspur, die wie er uns erzählt, auch für ihn Seltenheitswert hat. Sechs Stunden Gehzeit haben wir hinter uns als wir wieder am Fahrzeug sind und nach Samaipata zurückfahren.

... zurück aus dem Dschungel

... zurück aus dem Dschungel

Nach über sechs Wochen verlassen wir das Hochland. Unser nächstes Ziel ist das Missionsgebiet der Bayerischen Franziskaner in Süd-Amazonien. Für die 480 Kilometer veranschlagen wir zwei Reisetage, die uns aber am Ende nicht reichen.

... Abschied vom Hochland, am frühen Morgen geht’s los

... Abschied vom Hochland, am frühen Morgen geht’s los

Am frühen Morgen fahren wir los. Bei den Bauern die mit ihrer Feldernte an den Straßen stehen, decken wir uns nochmals unterwegs mit Frischobst und Gemüse ein. Die ersten zwei Stunden geht es ständig bergab bevor wir die ersten Vororte der Millionenstadt Santa Cruz erreichen. Eigentlich meiden wir Großstädte im Allgemeinen aber an Santa Cruz führt wortwörtlich kein Weg vorbei, denn es gibt keine Umgehungsstraße. Ein paar Mal verfahren wir uns. Wir fragen uns wieder einmal durch, denn auch hier wie im restlichen Bolivien haben Hinweisschilder Seltenheitswert. Am Spätnachmittag sind wir bereits nördlich von Santa Cruz und entdecken am Straßenrand ein Schild mit der Aufschrift „300 m – Delikatessen aus Austria“. Wir sind neugierig und folgen dem Schild welches uns zu einer Rinderfarm führt. Der Hofhund empfängt uns schon von weitem. Außer ihm scheint niemand zu Hause zu sein. Wir klingeln, wir rufen, keine Seele rührt sich. In dem Moment als wir wieder umdrehen, kommt Elfriede aus dem Stall. Wir fragen ob man von den angeschriebenen Spezialitäten etwas kaufen kann. Natürlich, ruft sie aus und erzählt uns wie sie damals vor 24 Jahren mit ihrem Mann Andreas und ihren vier Kindern aus Österreich hierher gekommen sind und sich eine Rinderfarm aufgebaut haben. Zusätzlich betreiben sie seit einigen Jahren noch eine kleine Schankwirtschaft am Wochenende mit österreichischen Spezialitäten aus eigener Hausschlachtung. Der Renner bei den Bolivianern sei die Surrhaxen mit Sauerkraut. Sie lädt uns zum Kaffee ein und erzählt uns, dass sie eigentlich aus dem Rheinland stammt und mit 21 Jahren und drei Kindern schon verwitwet war. Dann lernte sie ihren jetzigen Mann Andreas aus Österreich kennen und ging mit ihm nach Bolivien. In diesen Moment kommt Andreas herein und sagt: „Ihr könnt gerne heute Nacht auf unserem Grundstück übernachten“. Angebot angenommen und unsere Küche bleibt heute ebenfalls kalt, denn es gibt Surhaxen.

... Surhaxen mitten im Dschungel

... Surhaxen mitten im Dschungel

Gegen Abend kommt Andreas zu uns raus und erzählt uns seine ganze Lebensgeschichte. Er ist schon über siebzig und hilft noch jeden Tag auf der Rinderfarm mit. Schnell vergeht die Zeit und bevor wir auf die Uhr schauen ist es bereits nach Mitternacht. Am frühen Morgen geht unsere Fahrt weiter. Irgendwann wird die Straße wieder mal zum Albtraum, sie führt uns direkt in den Schwemmsand des ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande. Der Rio Grande hat momentan noch eine Restbreite von ca. 200 Metern. In der Regenzeit hat er eine stolze Breite von über einem Kilometer. Für die 200 Meter Flußüberquerung benötigen wir für unseren VW-Bus einen Holzkahn. Das ganze ist eine etwas wackelige Angelegenheit bis der Bus schlussendlich auf dem Kahn steht. Vier Männer schieben den Holzkahn im brusthohen Wasser ans andere Flussufer.

... auf dem Weg von Santa Cruz zu den Missionen, am Rio Grande

... auf dem Weg von Santa Cruz zu den Missionen, am Rio Grande

Am Flussufer entdecken wir eine kleine Hütte wo wir gegrillten Fisch, Reis und Yukka zu Mittag essen. Einen jungen Pfarrer, den wir unterwegs mit seinem Moped getroffen haben und der uns immer wieder den Weg zeigte, laden wir zum Essen ein. Anschließend geht die Fahrt weiter über holperige Piste. Nun werden wir mit der drückenden Hitze des Tieflandes, die wir die letzten Wochen bei eisiger Kälte so oft herbeigesehnt hatten, konfrontiert. Eigentlich sind es nicht die hohen Temperaturen, sondern vielmehr die hohe Luftfeuchtigkeit die uns zu schaffen macht. Dazu kommen noch Unmengen von Moskitos und undefinierbare Käfer, die uns besonders kurz vor Sonnenuntergang und kurz nach Sonnenaufgang das Leben schwer machen. Man merkt, es geht immer tiefer hinein in den Dschungel. Etliche Lkw`s mit gigantischen Baumstämmen aus dem Regenwald kommen uns entgegen.

... immer noch wird der Regenwald abgeholzt

... immer noch wird der Regenwald abgeholzt

Die Sonne ist bereits untergegangen. Nach Urubicha, unserem Zielort, wären es noch 50 Kilometer. Da wir den Weg nicht kennen, beschließen wir hierzubleiben und fragen den Chef des kleinen Dschungelflughafens ob wir an der Flugpiste übernachten dürfen. Kein Problem!

... der Urwald brennt, Sonnenuntergang an der Flugpiste

... der Urwald brennt, Sonnenuntergang an der Flugpiste

Kurz nach Sonnenaufgang geht es weiter nach Urubicha. Ab Ascencion führt der Weg noch mal über 40 Kilometer tiefroter Erdstraße in Richtung Nordosten. Wir fahren an unzähligen Termitenhügel vorbei. Wären da nicht die vielen Palmen, könnte sich die Szenerie auch irgendwo in Australien abspielen. Es ist Sonntag früh kurz vor neun Uhr. In dem Moment als wir am Dorfplatz einbiegen, kommen die Leute gerade vom Gottesdienst aus der Missionskirche.

... auf den Weg nach Urubicha

... auf den Weg nach Urubicha

Pater Walter, ein Franziskaner Mönch, der dieses Jahr schon vierzig Jahre hier am Rio Blanco lebt, hat eine alte Tradition wieder ins Leben gerufen. Er brachte die Musik zurück zu den Ciquitanos, wie sich die Indios hier in Urubicha nennen. Die Jesuiten waren es, die vor 300 Jahren zum ersten Mal den Ureinwohnern das Musizieren mit europäischen Instrumenten lehrten. Nach der Verbannung des Ordens verschwanden auch die Indios wieder im Regenwald. Nun wagte Pater Walter vor Jahren einen neuen Versuch. Selbst den Instrumentenbau, eine lange Tradition der Chiquitanos, reanimierte er.

... Pater Walters Ministranten

... Pater Walters Ministranten

Zusammen mit Schwester Ludmila gründete er vor elf Jahren eine Musikschule und gibt den Jugendlichen nun die Möglichkeit sich musikalisch fortzubilden. Bis vor kurzem war Klassische Musik in Bolivien noch Mangelware, doch dann kamen die Indios mit ihrer Barockmusik aus dem Regenwald. Letztes Jahr wurde der Chor und das Orchester aus Urubicha von Adveniat zu einer Deutschland-Tour eingeladen. Die jungen Musiker und Sänger gaben in den verschiedensten Städten Konzerte. Schwester Ludmila zeigt uns die Musikschule. Sie erzählt uns, es werden elf verschiedene Instrumente unterrichtet und die Musikschule wird ständig erweitert. Ziel ist es, ein Musikgymnasium mit Internat einzurichten. Sie verrät uns, auch dieses Jahr im November und Dezember werden sie nach Deutschland fahren und wieder Konzerte geben.

... Schwester Ludmila führt uns durch die Musikschule

... Schwester Ludmila führt uns durch die Musikschule

Pater Walter lädt uns ein in der Missionsstation zu bleiben und wir werden in einem Gästezimmer einquartiert. Der Gebäudetrakt in dem unser Zimmer ist, besteht noch original aus der Kolonialzeit. Wir kommen uns vor wie in einem Kloster. Die Wände sind über einen Meter dick und die Räume über vier Meter hoch. Das Zimmer ist spartanisch eingerichtet. Wir haben die Wahl zwischen Bett und Hängematte.

... manchmal hilft nur noch das Wörterbuch weiter

... manchmal hilft nur noch das Wörterbuch weiter

Die Missionsstation ist im Quadrat gebaut, ähnlich einem Vierseithof. An der Frontseite steht die Kirche. In den Seitengebäuden ist eine Weberei, eine Schreinerei und eine Holzschnitzerei untergebracht. Das Krankenhaus, die Schule, die Gärtnerei, die Rinderfarm und die Musikschule sind außerhalb der Missionsstation angelegt. Auch ein kleiner Verkaufsladen in dem selbst gefertigte Produkte angeboten werden, befindet sich an der Frontseite neben der Kirche.

... die Missionskirche von Urubicha, links das Missionsgebäude aus der Kolonialzeit im dem wir wohnen

... die Missionskirche von Urubicha, links das Missionsgebäude aus der Kolonialzeit im dem wir wohnen

Wir haben eine kleine Überraschung für Pater Walter dabei. Mein Onkel, der eigentlich die Idee hatte dass wir diese Mission besuchen, hat uns einige Bilder aus den Fünfziger Jahren aus seiner Zeit im Priesterseminar mitgegeben. Pater Walter war im gleichen Priesterseminar, nur in einer anderen Jahrgangsstufe und auf den Bildern sind somit einige Mitpriester zu sehen, die auch Pater Walter kennt. Als er die Bilder sieht, fallen ihm wieder einige Anekdoten ein, die sich damals zugetragen haben.

... Pater Walter Neuwirth, geboren im Böhmerwald als jüngstes von 10 Kindern, lebt seit 40 Jahren in Urubicha

... Pater Walter Neuwirth, geboren im Böhmerwald als jüngstes von 10 Kindern, lebt seit 40 Jahren in Urubicha

Es gab viel zu lachen mit ihm und Schwester Ludmila an diesem Abend. Auch Pater Walter hat eine kleine Überraschung für uns bereit. Er erzählt uns, dass die Nachbarmission von einem Franziskanerpater betreut wird, der Franz heißt und aus Schwandorf kommt. Schwandorf ist die Kreisstadt meines Heimat-Landkreises. „Er würde sich sicher freuen wenn ihr in besuchen kommt und ich melde euch gleich morgen früh telefonisch an“ meint Pater Walter. Eine tolle Idee; auch wir freuen uns schon auf den morgigen Tag und das Treffen mit Pater Franz.

... Yaguaru, die Missionsgemeinde die Pater Franz betreut

... Yaguaru, die Missionsgemeinde die Pater Franz betreut

Nach dem Frühstück fahren wir los. Es geht wieder über staubige Erdstraßen durch den Dschungel. Wir sind froh, dass es staubt und trocken ist. Denn in der Regenzeit hätten wir mit unserem Bus auf diesen Wegen keine Chance. Der Ort in dem Pater Franz seit zweieinhalb Jahren Seelsorger ist, heißt Yaguaru und liegt ca. 40 Kilometer von Urubicha entfernt. Kurz vor Mittag treffen wir in der Missionsstation bei Pater Franz ein. Er erzählt uns aus seinem Leben und seiner Arbeit hier. Nach dem Essen fahren wir mit seinem Jeep durch die Gemeinde und er zeigt uns die Projekte um die er sich kümmert.

... Pater Franz zeigt uns seine Gemeinde

... Pater Franz zeigt uns seine Gemeinde

„Noch keine Minute ist mir langweilig geworden“, sagt er. Für alles was er macht, muss er erstmal Geld aufbringen. Sei es für den Hausbau einer Familie, Geld für eine Operation oder Geld für Schulbücher die sich viele nicht leisten können. In der kurzen Zeit seitdem er hier ist, hat er bereits 60 Häuser gebaut. Wir könnten Stunden lang zuhören aber Pater Franz hat heute noch andere Termine.

... Pater Franz Gruber, kommt aus Schwandorf

... Pater Franz Gruber, kommt aus Schwandorf

Wir danken ihm, dass er sich kurzfristig für uns so viel Zeit genommen hat um uns Einblick in seine Arbeit zu gewähren, denn da er in zwei Tagen zum ersten mal einen Heimaturlaub antritt, hat Pater Franz noch einiges zu erledigen. Auf der Rückfahrt nach Urubicha ist es ruhig. Wir sind beide beeindruckt und hängen unseren Gedanken nach. Auch wenn die Kirche in den letzten Jahrhunderten nicht immer nur Gutes mit ihrer Missionierung verbreitet hat, sollte man vor solchen Menschen wie wir sie heute und in den letzten Tagen kennengelernt haben den Hut ziehen. Es fehlen uns einfach die Worte um zu beschreiben mit welchem Einsatz sie an ihre Aufgaben herangehen und was sie für andere Menschen leisten.

... Waschtag bei den Chiquitanos

... Waschtag bei den Chiquitanos

Es waren interessante Tage hier in Urubicha und Yaguaru. Uns hat es gut gefallen und wir haben wieder mal einiges gelernt für unser Leben. Eine Reise ist auch immer eine innere Reise.
Nun, unsere Reise geht weiter und führt uns ca. 250 Kilometer weiter östlich nach Concepcion. Wir wollen das Grab von Bischof Eduard Bösl besuchen, der in der Missionskirche in Concepcion an einem Seitenaltar begraben liegt. Bischof Bösl stammt aus Hirschau, unweit meiner Heimatstadt Pfreimd und war bis vor seinem Tode im Jahr 2000 hier Missionsbischof.
Als wir der Sekretärin des jetzigen Bischof über den Weg laufen und ihr erklären, wir kommen aus der selben Gegend wie Bischof Bösl und wir würden gerne sein Grab besuchen, lädt sie uns spontan ein zu übernachten und weist uns ein Zimmer zu. Nach dem wir ihr sagen „ uns würde ein Standplatz für unseren VW-Bus reichen“ meint sie „ dem Bischof Bösl würde das nicht recht sein und wir sollen doch das Angebot annehmen“. Angebot angenommen. Nun schlafen wir schon die vierte Nacht in einem „richtigen Bett“ und bekommen langsam Entzugserscheinungen gegenüber unserem VW-Bus-Bett. Ausgeschlafen, verabschieden wir uns am anderen Morgen aus dem Missionsgebiet und machen uns auf dem Weg Richtung Süden nach Paraguay. Davon berichten wir im nächsten Reisebericht.
Raimund und MichaelaAnna and Victor, the owner of the hostel, made it quiet difficult for us to leave this wonderful place. As a good bye present they gave us a little figure: Pachamama, the goddess of the Inkas for a save further on journey. Nowhere else in South America we felt so much home as we did here in Sucre, at the Pachamama hostel and that was the reason that we did stay such a long time.

... Michaela and Anna

... Michaela and Anna

But even so, after 18 days here, it is time to get to know more about the rest of the world. Our way leads us further on through the highlands of Bolivia. The first few kilometres after Sucre are still asphalt, then it is gravel road. First through a wonderful mountain range till the way is then leading along the riverbed.

...shortly after Sucre, the way is following the river (left in picture)

...shortly after Sucre, the way is following the river (left in picture)

Very often, half of the street is gone down the slope. In front of us there are some trucks standing in line. We have to stop, what is the matter? Caterpillars remove the rocks, stones and gravel which are lying on the street. Last night there was a rock fall. We are lucky, after half an hour we can continue. But the street is getting worse, for the last 60 km we needed three hours. Well, but on the other hand, we see the landscape much more intensively.

... View up from the pass, down to the riverbed of the Rio Caine

... View up from the pass, down to the riverbed of the Rio Caine

Now we know, why the streets in Boliva are as bad. The population of Bolivia don’t care about the streets, since they anyway can’t afford to own a car. There are just a few on the streets, most are trucks or overland buses and they drive predominant during the night.

... a farmer house on our way

... a farmer house on our way

We drive along farm houses, which are miles and miles away from each other. Rarely that we can find villages. This landscape reminds us to the advertisement for coffee, which years ago have been on German TV.

... Highland, where the coffee grows

... Highland, where the coffee grows

A young farmer installs a box for the energy-counter. In the next days he will receive electricity for his house. His two baby kids are running round the house, dressed only with a T-Shirt and underwear and this after all, that the sunset is already 20 minutes ago and for our opinion it is ice-cold. We are still on an altitude of 3500 m. The young farmer give us permission to overnight on his piece of land. It spreads like wildfire “ two strangers with a small transporter have been landing here on the Altiplano” All kids from the near district have made their way and observe us from a secure distance. In the early morning before sunrise we can already hear them in front of our bus. In that moment we open the door, they are all gone with the wind.

... Indigena-farmer on her way home

... Indigena-farmer on her way home

Next where we stood with our bus, there is the place to thresh wheat. Together with the neighbours they still do the work by hand like hundred years earlier in Europe. It is Sunday morning, 8.00 o’clock and both of the nearby neighbours come to the threshing place for work. Unfortunately we have to go further, since we still have a long long way in front of us. Our destiny for today is Samaipata. For a while the street leads us above the fog and we are like floating on clouds.

... above the fog

... above the fog

The fog comes from the rainforest of the lowlands up to the ridge of the Cordillera Oriental only to “lay down” in the valleys of the highlands. Later on the way leads us down again and now we are in the midst of the fog. Five hours of drive through fog on roads which nobody in Europe would call a road so much of mud on it. Very often the street is as wide as one car and the slope is vertical next to the street.

... Mud and fog, we hardly can see anything

... Mud and fog, we hardly can see anything

We think it over: should we continue or just pull aside and wait? But what if it rains even more? Can we then continue or could it be that we get stacked in the mud? Lot’s of questions are in our head. What is the right thing to do? We decide to continue. Whenever it works, we stop for a short time just to clean the dipped headlights, to make sure that other cars and trucks can see us. The few trucks which passes us, are mostly without lights or just one working. Now we understand, to drive in Bolivia is not just adventure it can get very dangerous. It is already afternoon when the fog clears. How great it feels for the eyes. We only have now 30 km in front of us till we reach Comarapa and there the asphalt starts again. The leftover 120 km till Samaipata are easy to do.

... A woman sells medicinal herbs

... A woman sells medicinal herbs

In Samaipata we stay a few days on the campground of Pieter and Margarita. They are originally from the Netherlands but already 20 years living in Bolivia. They not just have a campground as well a herbal farm with medicinal herbs.
Before we will leave the Altiplano we want to do a daytrip through the fog forest of the mountains.

... “Mountain-fog forest” without fog

... “Mountain-fog forest” without fog

For this hiking tour we need a guide (it is not allowed to do hikes without one), to make sure we come back safely. Pieter is organizing this tour and calls up a friend of him, Frank, who lives here in Samaipata since seven years; before he moved over to Bolivia, he worked in a bank in Hamburg.
Next morning, Frank picks us up with his jeep. Heidi and Sonja from Erlangen, Germany are joining the tour. Heidi the mother of Sonja, is on a vacation here in Bolivia to see where exactly her daughter works in the jungle. Sonja works as a volunteer down in the rainforest in a small village as a nursery school teacher.
After one hour drive we are somewhere in the jungle. From now on we have to go on foot. Frank leads us through and certainly have a bush knife with him.

... Frank, Michaela, Sonja and Heidi in the jungle

... Frank, Michaela, Sonja and Heidi in the jungle

The peculiarity of this mountain fog-forest are the huge ferns. On our way to the edge we pass different zones of vegetation. Up on the peek we have a terrific 360° panorama over the other peeks of the mountain range and as well down to the ferns. On normal conditions you have lots of fog around you, seldom enough that there is no fog. Well, we are lucky and have one of this very seldom days without fog. Animal wise we do not see more then different kind of beautiful butterflies and parrots. On our way back, Frank shows us a fresh footprint of a Jaguar, which is even for him a highlight, since even the footprints of a Jaguar are very seldom to see. After six hours of walking we are back at the jeep and start our way towards Samaipata again.

... back from the jungle

... back from the jungle

Over six weeks we have been up here on the Altiplano. Our next destination is the area of the missions from the Bavarian Franziskaner in South-Amazonian. For this stretch of 480 km we guess that we need about two days of travel, since most of the stretches are asphalt, according to our street map. In the end we need more than that, since again the street card of Bolivia is not right.

... Good bye Altiplano, early in the morning we go further

... Good bye Altiplano, early in the morning we go further

In the early morning we continue our travel. On our way, we first stock up our fruit and vegetable store, with one of the farmers selling there harvest here. The first two hours we continuously drive downwards and arrive the suburbs of Santa Cruz, which is a town with over a million inhabitants. Normally we try to avoid driving through big cities like this, but in this case there is no other way leading around the town. A few times we loose our way and again we have to ask for the way up to the North a thousand times. Here as well then in the rest of Bolivia you hardly can find street signs, which tell you where to go. It is already late afternoon as we recognize outside of Santa Cruz a sign showing “Delicatessen of Austria – 300 m”. We want to know what this is all about and follow the sign onto a cattle farm. The dog of the farm already greets us, but other then him nobody seems to be at home. We ring the bell, we shout out, nobody shows up. In that moment we think about leaving again, Elfriede comes out of the cowshed. We ask if we can buy some of the delicacies of Austria. Certainly, she shouts out and tell us how it have been, as she together with her husband Andreas and there three kids have been moving over to Bolivia to settle down. Since a few years they have as well a small restaurant, where Elfriede cooks on Saturday and Sundays specialities of Austria, certainly with there own meat. The most favourite meal for the Bolivians is Surhaxn (roasted pork leg) with Sauerkraut Elfriede invites us for coffee and cake (self-made certainly) and tells us that originally she is from the Rhineland Palatinate but been already a widow at a age of 21. Then she met Andreas from Austria and did move with him over to Bolivia. In that moment Andreas enter the restaurant and says: “If you want, you can stay with your bus on our ground” Sure we love to do that and as well we are definitely not cooking tonight, we have Surhaxen (roasted pork leg) for dinner.

... Surhaxen (roasted pork leg) in the middle of the jungle

... Surhaxen (roasted pork leg) in the middle of the jungle

Later in the evening Andreas comes to us and we sit together. Now we hear the whole story of his life which is truly interesting. He is already over 70 years old and still working on the farm. Time is running and the next look onto our watch shows already midnight.
Next day we drive further. The street gets a nightmare again, since it is not looking at all like a street for over 10 km. In the end the “street” ends in the dry riverbed of the Rio Grande. Now, in the moment the Rio Grande is just 200 m wide but during rainy season it is over a thousand meters wide. To cross the 200 m river we need to go on a wooden panel. It is quiet shaky till we are on the barrage?? Four men are pushing with their hands the barrage over to the other side.

... on our way from Santa Cruz to the mission

... on our way from Santa Cruz to the mission

On the other side of the river we see a small hat, where they sell grilled river fish. We take a break and eat fish, rice and yucca for lunch. We invite a young priest for lunch who showed us with his motorbike the way through the riverbed. Then we continue our way on the bumpy gravel road. The heat and the humidity is even harder to stand then the coldness which we had in the last weeks up at the Altiplano. Well not really the heat gives us a problem but the humidity. On top of it, there are lots of mosquitoes and bugs, which in our whole life we have not seen until now. Especially at sunset and sunrise they try to come into our small house and make us mad. We realize we are coming to the real jungle. Trucks are often passing us with the load of huge trees from the rainforest.

... they still clear the rainforest

... they still clear the rainforest

For today the sun did already say goodbye. To our destination, Urubicha, there are still 50 km to go. Since we don’t know the way, we decide to overnight here. We ask the boss of the nearby jungle airport, if we can overnight here on this ground. Certainly!

... jungle under fire, sunset at the airport field

... jungle under fire, sunset at the airport field

Next day, shortly after sunrise we continue. From the town Ascencion we have to drive over red soil for about 40 km in the direction North-East. Many termite hills are along the street. If the lots of palm trees would not be here, one could think we are in Australia. It is Sunday morning, shortly before 9 o´clock. In that moment we are at the village square, the people come out from church mass.

... on the way to Urubicha

... on the way to Urubicha

Father Walter, a monk of the Franziskaner order, who lives here at the Rio Blanco already forty years, did reanimate an old tradition. He brought back the music to the Ciquitanos, how the Indio’s here in Urubicha are called. The Jesuit order, which have been here already 300 years ago, taught the Indios how to play European music instruments. After the order have been banned, the Indios did go back into the jungle again. A few years ago, Father Walter tried again, to teach the Ciquitanos how to play and even the way of producing the instruments – which was a long tradition of the Indios – he brought back.

... Father Walters servers

... Father Walters servers

Eleven years ago, he founded together with Sister Ludmila a music school, where the youngsters have now the possibility to play the different instruments. Classical music was not very well known here in Bolivia but know the Indios play the baroque style. Last year the choir and the orchestra of Urubicha have been invited by Adveniat, to do a tour in Germany in different cities. Sister Ludmila tells us, that the children can choose between eleven music instruments and the goal is, to even establish a music high school with boarding school. As well this year in November and December they will go on a concert tour through Germany.

... Sister Ludmila show us the music school

... Sister Ludmila show us the music school

Father Walter invites us to stay here at the mission for a few days and even to stay in on of there guestrooms. The room where we are sleeping is still original from the colonial time. We feel like in a monastery. The walls of the rooms are over one meter thick and the ceiling is over four meter up. The room itself is laid out very simple, we can choose between a bed and a hammock.

... sometimes a dictionary is quiet helpful

... sometimes a dictionary is quiet helpful

The mission is constructed in a square. At the front side there stands the church. Around the church on the side is the weaving mill, a carpenters workshop and a carving workshop. The hospital, the school, the nursery, the cattle farm and the music school is a bit further away. As well a small shop is here, where all the self-made products are sold.

... the church of the Franziskaner order of Urubicha, left hand side the building for the mission from the old colonial time (where we live)

... the church of the Franziskaner order of Urubicha, left hand side the building for the mission from the old colonial time (where we live)

We have a small surprise for Father Walter. My uncle, which actually had the idea, that we could visit the mission, gave us pictures from the time when he have been in the seminar for priests in the year 1950. Father Walter have been at the same time in the seminar for priests and so there are lots of priests which he know as well. In that moment he looks at the pictures he goes back in his thoughts to that time and tells us lots of stories which have happened.

... Father Walter Neuwirth, born in the Bohemian forest as the youngest of ten kids, lives since 40 years here in Urubicha

... Father Walter Neuwirth, born in the Bohemian forest as the youngest of ten kids, lives since 40 years here in Urubicha

Together with him and Sister Ludmila we sit together on that evening and laugh a lot about the stories which they tell us of the old times.
As well Father Walter have a surprise for us. He tells us, that in the next mission, about 40 km away from Urubicha, is Father Franz, who originally comes from Schwandorf. Schwandorf is the neighbouring town from where I come from. “Father Franz will be very happy to see you, tomorrow morning I will call him and tell, that you are coming for lunch” say Father Walter. This is a great idea and we already look forward for tomorrow.

... Yaguaru, the Mission which Father Franz looks after

... Yaguaru, the Mission which Father Franz looks after

After breakfast we drive to Yaguaru. Again we have to go on dusty streets through the jungle. We are happy that we are here during dry season. In the rainy season we could not do this stretch with our bus. The village, for which Father Franz is the pastor for the last 2 ½ years, is called Yaguaru. Shortly before lunchtime we reach the mission. He tells us his life and about his work here in the village. After lunch we drive with his jeep through the village and he shows us what have changed since he is here.

... Father Franz shows us his community

... Father Franz shows us his community

„Not a single moment I had the feeling that I am bored” For whatever he does, he first have to arrange money. No matter if it is for constructing a house, or a needed operation for someone or for schoolbooks, which most of the people can’t afford. In the short time he is already watching after the village, he did let construct already 60 houses. We could listen to him forever, but Father Franz has still a lot to do.

... Father Franz Gruber, originally from Schwandorf, Bavaria

... Father Franz Gruber, originally from Schwandorf, Bavaria

We thank him, that he took the time for us to show us around. Especially, since in two days he is going on his first vacation for the first time and certainly that means, he still have a lot to organize. On our way back to Urubicha we both are quiet. We over think what we have heard and seen the last couple of days. Certainly not everything was right, what the church did do with their mission all over the world, but people like we met in the last days, do spend their live to make it easier and healthier for the Indio’s. We have no words for this kind of efforts which they give.

... Laundry day for the Chiquitanos

... Laundry day for the Chiquitanos

For us this days have been most interesting for us here in Urubicha and Yaguaru. We did learn a lot for life, a journey is as well always a journey for the sole.
Our journey takes us further about 250 km east to the village of Concepcion. We want to visit the graveyard of the former bishop Eduard Bösl, who is buried at a side altar in the mission church. Bishop Bösl comes originally from Hirschau, not far away from my hometown Pfreimd and have been here as a bishop in Bolivia till his death in 2000. As we meet the secretary of the bishop and tell her that we would like to visit the graveyard of bishop Bösl, she invites us to sleep in their guesthouse. We tell her, that we would be happy enough to get a place where we could stand with our bus but she just answers “Bishop Bösl would be not happy with this, please accept the invitation”. This is already now our fourth night in a “normal bed” and we nearly get withdrawal symptoms if we think about our bus.
Next day we say good bye to the area where all the missions are situated and go down further South towards Paraguay.
But this is another story.
Raimund and Michaela